Recruiting Trends

Recruiting Trends

Die Personalbeschaffung wird umfangreicher und durch Fachkräftemangel und derzeitige Altersstrukturen der Bevölkerung immer schwieriger. Die Anforderungen an Bewerber sind im Laufe der Jahre anspruchsvoller geworden. Die Bewerber selbst, sind das auch. Das bedeutet, dass sich Recruiter den verschiedenen Zielgruppen und Mitarbeitertypen anpassen müssen, um sie zu werben und zu halten. Alle aktuellen Recruiting Trends haben zwei Dinge gemeinsam: Bewerber sollen gezielter angesprochen und ausgefiltert werden.

Neue und einfache Kanäle für Recruiting Trends

Facebook und Social Media im Allgemeinen ist zugegebenermaßen nicht mehr neu. Allerdings die Wege, die innovatives Recruiting dort bereits nimmt: So werden Studenten und Schulabgänger zum Beispiel durch verschiedene Tests gelotst, bevor sie überhaupt die Möglichkeit haben, sich gleich mit den Ergebnissen zu bewerben.

Auch die typischen Business-Netzwerke und Jobportale verändern sich. So wird es potentiellen Bewerbern immer einfacher gemacht, Profile anzulegen und zu aktualisieren. Die eingegebenen Daten werden auf Knopfdruck zum Lebenslauf. Bewerben kann man sich teilweise schon mit einem Klick und einem kurzen Anschreiben. Die Tendenz ist ersichtlich: Recruiter geben sich jede Menge Mühe, um es dem richtigen Bewerber so einfach wie möglich zu machen. Die Portale richten sich nach den zahlenden Kunden: das sind selten die Bewerber, meist die Personaler und Recruiter.

IT als Grundlage für Recruiting Trends

Zeit ist Geld. Das gilt auch in Personalabteilungen – erst Recht, wenn die Geschäftsführung selbst in den Auswahlprozess involviert ist. Das bedeutet hier können nicht genug Prozesse optimiert werden. Diese Entwicklung lässt sich bereits seit mehreren Jahren beobachten. Um Bewerbungsprozesse und Auswahlprozeduren zu erleichtern, lassen sich Bewerbungsportale und vorgefertigte Datenbanklösungen nutzen. Die sind für beide Seiten praktikabel und zeitsparend. Städte, Landkreise und auch Konzerne lassen die Bewerber einen Lebenslauf Online in verschiedene Felder eingeben. Die einzelnen Datenpakete können dann ausgewählt und priorisiert werden. So kann unter den Bewerbern zielführend nach bestimmten Qualifikationen gesucht werden. Bewerber mit fehlenden Qualifikationen können bereits in wenigen Arbeitsschritten ausgeschlossen werden. Das spart die Durchsicht der Unterlagen in Papierform und ist besonders für Stellen mit hohen Bewerberzahlen sehr effizient. Es hat allerdings auch einen entscheidenden Nachteil: Recruiter müssen aufpassen, dass Bewerber nicht nur noch zu Datensätzen werden. Denn menschliche Werte lassen sich zwar umfangreich testen, aber schwer in Zahlen ausdrücken.

Außergewöhnliche und kreative Recruiting Trends

Ein Trend, der nicht nur auf Daten, sondern auf Menschen setzt, ist es, sich direkt an die Vorlieben und Lebensumstände der potentiellen Mitarbeiter zu wagen. Schlagzeilen machen derzeit sehr außergewöhnliche Ideen: Nicht zwingend durch Political Correctness, aber sehr schlagkräftig, durch die politische Aussage, erreichte die Stellenanzeige einer Süddeutschen Agentur eine große Reichweite, in der gezielt nur nach Müttern gesucht wurde.

Ein Schweizer Startup wirbt Mitarbeiter mit der Möglichkeit einer Weltreise nach fünf Jahren Betriebszugehörigkeit, unbegrenzten Urlaubstagen und Netflix-Abos. Große Unternehmen kaufen Häuser in Städten wie Berlin und München an, um ihren hochqualifizierten Mitarbeitern kostenloses Wohnen zu bieten und potentiellem Nachwuchs, das Wohnen in bezahlbaren Wohngemeinschaften zu ermöglichen.

Das klingt im ersten Moment nach Marketing-Gags, schien aber zumindest in den speziellen Fällen auf den ersten Blick ein Erfolg zu sein.

Mehr Infos zu aktuellen Trends und Entwicklungen rund um das Thema Recruiting finden Sie bei Facebook: Recruiting-Experte Aaron Kübler oder auf seinem Youtube-Profil.

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