Mitarbeiter zu Recruitern machen

Mitarbeiter zu Recruitern machen – Mitarbeiter werben Mitarbeiter

Mitarbeitersuche leicht gemacht, durch die eigenen Mitarbeiter: Die Formel ist im Grunde ganz einfach: zufriedene Mitarbeiter, empfehlen das Unternehmen. Mitarbeiter werben Mitarbeiter ist das Stichwort. Das ist glaubwürdig und bringt den Vorteil mit sich, dass neue Mitarbeiter bereits Kontakte im Unternehmen haben und in groben Zügen wissen, was im Berufsalltag auf sie zukommt.

Mitarbeiter werben Mitarbeiter

Das System ist einfach. Die meisten Menschen haben Freunde, Bekannte, ehemalige Arbeitskollegen und ein Netzwerk aus Mitmenschen im gleichen Fachbereich oder zumindest mit ähnlichen Interessenschwerpunkten. Das können Schulkameraden, Studienkollegen, Arbeitskollegen oder auch Lieferanten und Geschäftspartner sein. Sobald wir einer Person schon einmal begegnet sind oder auch nur über sie gesprochen haben, wird diese im Kontext abgespeichert und unterbewusst mit den Informationen aus dem Gespräch verknüpft. Gleiches gilt für Marken und Unternehmen. Schwärmt also ein Mitarbeiter von seinem Job und hat der potentielle Bewerber vielleicht dank erfolgreichem Employer Branding bereits vom Unternehmen als Arbeitgeber gehört, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass er sich für genau dieses Unternehmen entscheidet. Zudem hat ein Unternehmen proportional zu seiner Mitarbeiteranzahl auch eine größere Reichweite beim Recruiting. Nicht nur, dass potentielle Bewerber und Mitarbeiter nachhaltiger geworben werden. Stellenanzeigen und Angebote erreichen auch eindeutig mehr Menschen in der Zielgruppe, wenn sie durch Mitarbeiter verbreitet werden.

Zufriedene Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg

Es ist kein Geheimnis, dass Werbende und Vertriebler besser arbeiten, wenn sie Produkte oder Dienstleistungen bewerben, von denen sie auch selbst überzeugt sind. Das gleiche gilt auch für Recruiting durch Mitarbeiter. Sind die diese mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden und fühlen sich sicher, sind sie eher gewillt, ihre Privatkontakte zu nutzen, um für das Unternehmen zu arbeiten. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter kann durch viele verschiedene Maßnahmen erreicht werden. Hier nur so viel: ein adäquater Lohn allein ist in Zeiten des Fachkräftemangels längst nicht mehr genug. Arbeitgeber sollten sich neben den klassischen geldwerten Vorteilen über flexible Arbeitszeitmodelle und ähnliche Mehrwerte eines Arbeitgebers informieren und diese passend zum Unternehmen und den jeweiligen Mitarbeitern einsetzen. Ein weiterer Aspekt ist die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes. Niemand will jemanden werben, der vielleicht sogar die eigene Person im Unternehmen ersetzen kann. Dagegen hilft oft schon Pläne für Wachstum und Erweiterung offen darzustellen und dem betreffenden Mitarbeiter gegenüber zu kommunizieren.

Vitamin B darf kein Freibrief sein

Das einige Mitarbeiter sich untereinander bereits vor Antritt des ersten Arbeitstages kennen, kann ein Vorteil sein. Es kann aber auch zum Nachteil werden. Denn gerade in Start ups, konnten bereits einige Erfahrungen gemacht werden, von denen man nun lernen kann. In diesen anfangs meist kleinen Unternehmen haben sich Modelle zum Werben von Mitarbeitern im eigenen Freundeskreis sozusagen ganz natürlich etabliert. Was liegt näher, als Freunde und Bekannte einzustellen, denen man vertraut und auf die man bauen kann? Auch nach klassischem Recruiting kommt es unter den Mitarbeitern zu privaten Kontakten oder gar Freundschaften. Die sind allerdings meist lockerer Natur. Das ist in vielen Branchen sogar durchaus erwünscht. Denn im Agenturumfeld oder Vertrieb zum Beispiel, ist eine hohe Anzahl an Arbeitsstunden und Überstunden, die täglich geleistet werden muss nicht selten. Überstunden fallen leichter, wenn man sie im Freundeskreis verbringt. Bewusste Kontakte und Teambildung durch Aufteilung des Unternehmens in Abteilungen können durch private Kontakte und Verbandelungen unter den Mitarbeitern teilweise durchaus unterwandert und zerstört werden. Private Kontakte bilden oft schneller Allianzen. Das passiert nicht ständig, ist nicht immer entscheidend für den Unternehmenserfolg und auch nicht immer unerwünscht. Aber es muss in der Praxis bedacht werden.

So kann es gleich im Ansatz vermieden werden, Abteilungen, die sich beruflich wegen Geheimhaltungsklauseln nicht miteinander austauschen dürfen, durch Mitarbeiter werben Mitarbeiter mit privat bekannten Personen zu besetzen. Gleiches gilt für einige Vorgesetzten-/Angestellenverhältnisse. Auch Teams aus zwei Freunden und einer dritten zusätzlichen Personen sind oft unglücklich gewählt. Wer das bedenkt kann mit Mitarbeitern super recruiten.

Motivieren über Prämiensysteme

Natürlich ist die Motivation neue Kollegen zu finden oft auch ohne Prämiensysteme vorhanden. Doch oft fehlt der entscheidende Anstoß um Freunde und Bekannte auf freie Stellen anzusprechen. Das kann viele Gründe haben: Trennung von beruflichem und privatem, die Rolle des vermeintlichen Bittstellers oder ähnliches. Wichtig sind auch nicht die Gründe selbst, sondern was nötig ist, diese zu überwinden. Die Ideen von Unternehmen mit Prämiensystemen sind bunt und breit gefächert:

  •  Präsentkörbe
  •  Wellnesswochenenden
  •  (Familien)-Kurzurlaube
  •  Firmenwagen auf Zeit
  •  Gutscheine für Elektrofachmärkte oder Möbelhäuser
  •  Bargeld

Welche Prämien zu Ihrem Unternehmen passen, hängt sowohl vom Inhalt der Corporate Identity, als auch vom verfügbaren Budget ab. Auch die Verteilung dieser Prämien über Belohnungssysteme kann unterschiedlich stattfinden: Gibt es eine Prämie pro neuem Mitarbeiter oder nur für diejenigen, die am Jahresende die meisten neuen Kollegen angeworben haben. Ist zum Beispiel jeder neue Mitarbeiter einen Präsentkorb wert oder nur jeder, der die Probezeit übersteht? Um faire Belohnungssysteme umzusetzen, sollten all‘ diese Rahmenbedingungen, vor Einführung einer „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“-Aktion im Unternehmen, bedacht werden.

Belohnungssysteme kommunizieren

Um Mitarbeiter zu Recruitern zu machen, müssen diese auch wissen, dass sie welche sein sollen und es freie Stellen im Unternehmen gibt. Denn nur dann kann die Reichweite der Mitarbeiter auch so effizient wie möglich genutzt werden. Ob solch ein Belohnungssystem öffentlich oder nur firmenintern kommuniziert werden soll, ist eine strategische Entscheidung, die im Grunde nur die Geschäftsführung oder Human-Resource Manager individuell für das Unternehmen entscheiden können.

Nach dem das System ausgearbeitet ist, kann es über Firmenmailadressen, in Papierform oder am Schwarzen Brett beworden werden. Genau so wichtig, wie das bewerben des Systems, ist es auch die aktuell zu besetzenden Stellen für die Mitarbeiter zugänglich zu machen und regelmäßig zu aktualisieren. Eine Option um die Aktivität der Mitarbeiter zu nutzen, ist es freie Jobs vor aktiv werden der Personalabteilung eine Zeit lang als interne Jobausschreibung mit Recruitingmöglichkeiten für die Mitarbeiter zu veröffentlichen. Genau so ist es möglich diese Art des Recruitings mit klassischem Recruitingmaßnahmen parallel zu nutzen.

Mitarbeiter als Recruiter haben sowohl Vor- als auch Nachteile:

  •  Die Reichweite von Stellenanzeigen wird erhöht.
  •  Zufriedene Mitarbeiter können sehr nachhaltig und glaubwürdig um neue Mitarbeiter werben.
  •  Motivation gute Arbeit zu leisten, wird durch die persönliche Empfehlung und die damit verbundene soziale Verpflichtung oft deutlich erhöht.
  •  Berichte von „Betroffenen“ wirken oft besser, als Daten einer Stellenbeschreibung beim Werben um neue Mitarbeiter.
  •  Mitarbeiter fühlen sich in die Entwicklung des Unternehmens aktiv einbezogen.
  •  Gefahr: Vetternwirtschaft bewusst einkalkulieren oder Gegenmaßnahmen ergreifen.

Nutzen Sie dieses Potential gleich jetzt für Ihr Unternehmen und implementieren Sie ein Mitarbeiter werben Mitarbeiter Programm!

Posted in: