Bewerberfragebogen

Hinweis: Auf Grund der leichteren Lesbarkeit verwende ich in diesem Blogbeitrag nur die männliche Form. Selbstverständlich sind auch die weiblichen Kandidatinnen, Bewerberinnen und Mitarbeiterinnen gemeint.

Wie Sie mit einem Bewerberfragebogen Zeit und Geld im Recruiting sparen können.

Ein Bewerberfragebogen wird oft schon von den Firmen eingesetzt. Meist schon beim eigentlichen Bewerbungsprozess. Das ist aus zwei Gründen nicht optimal:

  1. Der Bewerber hat wenig Zeit und will nicht gleich zu Beginn einen langen Fragebogen ausfüllen und bricht seine Bewerbung unter Umständen ab.
  2. Das Commitment mit Ihren Unternehmen ist noch nicht so groß, dass ein Bewerber wirklich schon alle Details, die über die Bewerbung hinaus gehen preis geben möchte.

Der Einsatz des Bewerberfragebogens ist an anderer Stelle besser eingesetzt und zwar, wenn der Kandidat Ihr erstes Screening durchlaufen haben und Sie beabsichtigen ein (Telefon-)Interview mit ihm zu führen.

Was soll ein Bewerberfragebogen enthalten?

Neben der angestrebten Position, die üblicherweise von Ihnen direkt vorausgefüllt wird, ist ein wichtiger Punkt zu erfahren, welche Position der Kandidat langfristig anstrebt. So können Sie schon erste Gründe für die Motivation des Kandidaten erkennen, der sich bei Ihnen bewirbt.

Neben dieser Frage, gehört in den Bewerberfragebogen auch die Frage nach der räumlichen Flexibilität. Selbst für ein Unternehmen, das nur einen Standort hat, ist es hilfreich diese Frage beantwortet zu bekommen, da diese auch darauf schließen lassen, wie flexibel ein Bewerber grundsätzlich ist. Beachten Sie dabei aber in jedem Fall dass zum Beispiel eine Mutter nicht komplett räumlich flexibel sein kann, denn schließlich hat sie auch Verantwortung für die Kinder.

Fragen Sie auch ganz bewusst nach der Motivation, sich für diese Stelle zu bewerben. Die Informationen, die Sie auf diesem Weg erhalten, machen es Ihnen leichter in einem späteren Vorstellungsgespräch heraus zu finden, ob der Bewerber ehrlich zu Ihnen war. Denn die wenigsten Bewerber merken sich alles, was diese in den Bewerberfragebogen eingetragen haben.

Weitere Punkte die zwingend in einem Bewerberfragebogen gehören:

  • Ziele für die nächsten Jahre
  • Hobbys und weshalb diese ausgeübt werden
  • Nebentätigkeiten wie 450 Euro Job, o.ä.
  • Wie der Kandidat von dieser Stelle und Ihrem Unternehmen erfahren hat
  • Einverständnis zum Datenschutz und zur Datenspeicherung auch über diese Bewerbung hinaus

Was können Sie sich sparen?

Was Sie sich in einem Bewerberfragebogen sparen können, sind Punkte wie:

  • Name, Vorname
  • Geburtsdatum
  • Letzter Arbeitgeber
  • EDV Kenntnisse
  • Sprachkenntnisse
  • Schulbildung
  • Abschlüsse
  • Berufserfahrung

Die genannten Punkte stehen im Lebenslauf. Würden Sie, wenn Sie sich bewerben alle diese Punkte nochmals eintragen wollen, obwohl diese schon im Lebenslauf stehen? Wahrscheinlich nicht.

Wenn Sie ein gutes Bewerbermanagementsystem haben, enthält dieses einen sog. „CV Parser“, der die Informationen aus dem Lebenslauf auslesen kann und dann in die relevanten Felder in Ihrem System einträgt.

Was bringt Ihnen das?

Zugegeben, um einen guten Bewerberfragebogen zu entwerfen müssen Sie einmal Zeit investieren. Danach können Sie den Bogen, den Sie im besten Fall in elektronischer Form haben, immer wieder einsetzen.

Sie sparen Zeit, da Sie sich damit bereits im Vorfeld besser auf mögliche Gespräche vorbereiten können. Die Vorstellungsgespräche werden so deutlich zielführender und verbrauchen nicht unnötig zu viel Zeit. Da Ihre Zeit kostbar ist, sparen Sie letztendlich auch Geld und sind pünktlich zum Abendessen zu Hause.

 

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